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Sulmona reloaded

Certamen Ovidianum Sulmonense 2018

Sulmo1
v.o.n.u.: Ovid, Daniel R., Daniel H. (8C)

Dieses Jahr hatten Daniel Heitzinger (8C) und ich das Privileg, am jährlichenOvidwettbewerb in Sulmona, Italien, teilzunehmen. Die Anreise erfolgte reibungslos mit einem Nachtzug aus Wien nach Rom. Begleitet wurden wir dabei von einer Schülerin und einem Schüler der Sir Karl Popper Schule zusammen mit deren Lehrerin (Prof. Emperer). In der Früh angekommen, verbrachten wir den halben Tag in Rom und fuhren danach mit einem Zug nach Sulmona weiter. Dort wurden wir bereits von den italienischen Gastgebern empfangen und in Shuttle Bussen zum Hotel geführt. Dieses bot neben einem Pool auch tägliche dreigängige Mahlzeiten an, die hervorragend schmeckten. Doch der eigentliche Grund, weshalb wir dort waren, fand am folgenden Tag statt: die fünfstündige Klausur, in der eine Textstelle aus Ovids Fasti vollständig übersetzt und kommentiert werden sollte. Die Fasti sind Festtagskalender, die Bräuche und Sagen um römische Feiertage näher erklären. Sie sind zwar sehr interessant, doch aufgrund der vielen Verweise und des Stils sehr schwer zu übersetzen.

Die Klausur selbst wurde in einer italienischen Schule abgehalten. Dort angekommen, staunten wir nicht wenig über die Wörterbücher unserer Konkurrenten aus Italien, die mehr als dreimal so dick waren wie unser Stowasser. Zu übersetzen und kommentieren war die Einleitung der Fasti mit einer Widmung an Germanicus, einem Großneffen des Kaisers Augustus. Nach der Klausur hatten wir Zeit, die anderen Teilnehmer näher kennenzulernen und am Pool zu entspannen.

Am nächsten Tag war ein Ausflug in die Süßwarenfabrik Pelino, einem Sponsor des Wettbewerbs, und eine Rundreise durch Sulmona geplant. Beides genossen wir und unterstützten dabei tatkräftig die lokale Wirtschaft mit dem Einkauf italienischer Spezialitäten. Am Abend wurden im Theater Sulmonas vor versammelter Bevölkerung die Ergebnisse auf Italienisch bekanntgegeben.

Den letzten Tag verbrachten wir wieder in Rom und holten nach, was sich am ersten Tag nicht ausgegangen war. Am Abend setzten wir uns in den Nachtzug und traten erschöpft die Rückreise an. So endete ein lehrreicher und interessanter Ausflug in unser Nachbarland, aus dem Ovid stammt.

Daniel Rees 8C