TOSKANA 4c&4b - 2007 Benvenutti/Giovannini/Schuller/Thon

„Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt, dem will er seine Wunder weisen,  in Berg und Wald und Strom und Feld.“ Aus Joseph von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts.“

Nach diesem Motto fuhren die 4B und 4C im Morgengrauen des 18.5.2007 mit ihren  Professoren, den beiden Ps, Peter (Giovannini) und Paul (Thon), Pater Süß, Frau Professor Schuller und Frau Professor Benvenutti in die Toskana. Unser Mittagessen nahmen wir bereits auf italienischem Staatsgebiet ein. Ein paar Stunden später wanderten wir zu einer antiken Römerstraße, um uns ein wenig die Beine zu vertreten. Zirka um neun Uhr am Abend kamen wir im Hotel  Holiday in Montecatini Terme an.

Am nächsten Morgen besichtigten wir als erstes das winzige, 1203 gegründete Dörfchen Monteriggioni. Es liegt etwa 10km nordwestlich von Siena auf einem Hügel über dem Elsa – Tal. Dort besichtigten einige von uns eine Kirche, die anderen begannen schon Souvenirs für ihre lieben Daheimgebliebenen einzukaufen.

Anschließend fuhren wir weiter nach Siena. Dort fand gerade eine Oldtimershow statt, als wir dort eintrafen. Siena liegt auf drei Hügelrücken, drei Stadtdritteln (Terzi), die im westlichen Zentrum an der berühmten Piazza del Campo aufeinander stoßen. Im Süden liegt der Terzo di Citta, unter anderem um den Dombezirk auf dem höchsten Punkt der Stadt, im Norden der Terzo di Camollia und im Osten der Terzo di San Martino. Das Herz der Stadt ist der aus hellem Travertin und rotem Backstein in neun Sektoren geteilte Piazza del Campo. Dieser Campo wird zweimal im Jahr zum Schauplatz des legendären Palio–Rennens. An der Südseite des Campo erhebt sich der Palazzo Publico, ein 1309 aus Travertin und Backstein errichteter, gotischer Kommunalpalast. Heute ist der Palazzo Sitz des Museo Civico. Leider konnten wir den Dom von Siena nur von außen betrachten. Dieser liegt auf dem höchsten Punkt der Stadt, mit romanischen und gotischen Stilelementen in der Fassade. Seitlich sind noch Überreste des „Neuen Doms“, mit dem die Sieneser im 14. Jahrhundert den bestehenden erweitern wollten.

Dann begaben wir uns nach San Gimigniano. Dort bestiegen wir einen der 15 noch erhaltenen berühmten Geschlechtertürme. Diese ließen sich die rivalisierenden Adelsfamilien als Ausdruck ihrer politischen Macht im Mittelalter errichten. Sie prägen heute noch als „Manhatten des Mittelalters“ das Ortsbild von San Gimigniano. Über zahlreiche Stufen erklommen wir die Aussichtsplattform eines Turms, von der wir einen wunderschönen Blick ins Elsatal genossen. 

Sonntag, 20.5. 2007 Nicht nur Caesar, Pompeius und Grassus waren 56 v. Chr. schon hier (um ihr Triumvirat zu beschließen), sondern auch wir – in Lucca, einer typisch toskanischen Stadt, die im Mittelalter noch vor Pisa und Florenz der wichtigste Ort der Toskana war. Dort bestiegen wir einen Turm und genossen die Aussicht.  Anschließend begaben wir uns in das  Leonardo da Vinci Museum, und hielten vor den Stufen des Doms unsere Mittagsrast. Nach einem Spaziergang auf den begrünten Wällen der Stadtmauer ging es weiter nach Pisa.

In Pisa zelebrierte Pater Süß für uns den Sonntagsgottesdienst auf der Wiese vor dem Dom von Pisa. Anschließend betrachteten wir dieses romanische Baukunstwerk und dessen Campanile, gemeinhin als „Schiefer Turm von Pisa“ bekannt.

Montag, 21.5.2007 Eine entspannende Bootsfahrt und eine anstrengende Wanderung waren Programm bei unserer Fahrt in die Cinque Terre. In der Cinque Terre wanderten wir von Dorf zu Dorf, welche allesamt mit ihren bunten Fassaden fröhlich anmuteten.

Dienstag, 22.5.2007 Nach einer Busfahrt nach Montalcino wanderten wir von dort acht Kilometer nach San Antimo. Inmitten von Wiesen- und Olivengärten steht die ehemalige Benediktinerabtei San Antimo. Ihre Gründung geht auf Karl den Großen (781 n. Ch.) zurück. Am Nachmittag fuhren wir in der Region rund um den erloschenen Vulkan Monte Amiata.

Mittwoch, 23.5.2007 Bei unserer geplanten Fahrt nach Carrara wurden wir von einer hinterlistigen Kurve überrascht  und unser Bus verewigte sich mit zwei tiefen Kratzern im Asphalt. So musste leider die geplante Geburtstagswanderung für Herrn Professor Thon ins Wasser fallen, jedoch Gott sei Dank nicht ganz wörtlich, denn das Wetter blieb weiterhin schön. Wir mussten zurückfahren und besichtigten einen anderen Marmorabbau, vorher jedoch machten wir noch eine kurze Wanderung und besichtigten ein kleines Dorf mit nur einem Einwohner.

Donnerstag, 24.5.2007 Florenz: Arnometropole – Wiege der Renaissance – Wirkungsstätte von Michelangelo, Leonardo da Vinci, Dante, Galilei und der Medici. Per Zug fuhren wir nach Florenz, der Hauptstadt der Region Toskana. Als erstes gingen wir zur Piazza del Michelangelo, um dort ein Duplikat des „David“ zu bewundern. Wir besichtigten den Dom von Florenz, und einige von uns auch die Medicigräber. Ebenso überquerten wir den Arno, in dem sich so manches halbverrottete Fahrrad fand…

Freitag, 25.5.2007 Unsere Toskana–Reise beendeten wir mit einem speziellen Herrenprogramm: dem Besuch des Ferrari Museums in Maranello. Mit blitzroten Papiersackerln, in denen sich Ferrari Souvenirs befanden, verließen viele das Museum. Noch vor Mitternacht trafen wir in Wien ein.

Wir kamen nicht nur gut gebräunt , sondern auch um Wissen reicher, an. Die von den Schüler/innen ausgearbeiteten Referate und anschließenden Co-Referate wurden entweder in situ oder während der Busfahrt gehalten und  waren sehr informativ und bildend. 

Zum Amusement noch kurz zitiert aus dem Hotelprospekt:   „Das Feiertaghotel wird in der Nähe Terme di Montecatini aufgestellt, in der Zone zentrieren sie und Ruhe. Sie  Sie hat den ganzen Komfort: Räume mit Dienstleistungen, Fernsehapparat, frigostab, Telefon, climatizzataluft und cetralized Heizung. Das Feiertaghotel wird von den Inhabern, vorschlägt ein kümmertes um Küchehausfrau, mit von typischen Platten Toskana gehandhabt, die Gebrauch in einer Breite climatizzata es kennt. Das Hotel außerdem wird vom Aufzug, vom Stab ausgerüstet, von der externen Veranda und vom Parken. Öffnete das ganzes Jahr.“

In diesem Feiertaghotel genossen wir den ganzen Komfort von „climatizzataluft“ über „cetralized Heizung“ bis zur „kümmertes um Küchehausfrau“. Doch was wir mit einem „frigostab“ anfangen sollten, bleibt uns bis heute ein Rätsel.