IRLAND 6a - 2010 Gotsmy/Mikulcik

Irland


Am 5. 5. trafen wir uns alle am Flughafen Schwechat, in der Erwartung nach Irland zu fliegen. Doch leider ist unser Flugzeug, das uns nach Irland hätte bringen sollen, nicht aus Dublin angekommen. Ursache war die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, die den Flugverkehr über weiten Teilen Europas lahmlegte.  Wir saßen noch ein paar Stunden am Flughafen in der Hoffnung mit einem anderen Flugzeug nach Dublin zu gelangen. Nachdem auch dieser Hoffnungsschimmer verflogen war, verließen wir den Ort mit der Entscheidung uns in 2 Tagen eben dort wieder zu treffen.
So mussten wir am nächsten Tag, anstatt die irländische Kultur kennen zu lernen, in die Schule zu gehen. Am Tagesprogramm stand Lateinübersetzen und der Film „Rabbit Proof Fence“.
Am Freitag kamen wir wieder am Flughafen zusammen; diesmal flogen wir. Als wir in Irland aus dem Airport kamen, trafen wir  unseren Busfahrer Kevin, der sogar ein bisschen Deutsch konnte; zumindest begrüßte er ein paar von uns auf Deutsch. Gleich nach unserer Ankunft sind wir nach Clonmacnoise weitergefahren, was sofort auffiel war, dass Kevin und alle andern Fahrzeuglenker die falsche Spur (die Linke) benutzten. Unser erster Eindruck von Irland war, flach, grün und steinig. In Clonmacnoise angekommen genossen wir sogleich unsere erste Führung. In der berühmten Klosteranlage gingen wir über Gräber  und sahen uns die Ruinen an. Noch erhalten ist beispielsweise ein Torbogen, der angeblich Schall übertragen kann. Flüstert jemand auf der einen Seite soll man es auf der anderen Seite hören. Trotz mehrmaliger Versuche funktionierte das allerdings nicht. Nach der Besichtigung fuhr uns Kevin nach Galway, wo wir übernachten sollten. Dort angekommen teilten wir uns auf um für unser leibliches Wohl zu sorgen. Einige der Klasse gingen mit den Professoren Fish & Chips essen, einige zum McDonald und der Rest machten sich auf den Weg zum Restaurant Subway. Nachdem wir uns gestärkt hatten, übernachteten wir im Hostel „Sleepzone“.
 Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Nach einem kurzen Frühstück verließen wir das Hostel und fuhren nach Aran Island. Eine Fähre brachte uns dorthin und Kevin, unser Buschauffeur,  wurde „am Festland“ zurückgelassen. Direkt bei der Anlegestelle borgten wir uns Fahrräder aus und begannen eine Radtour nach einem kurzen Stop beim Spar. Die Radtour dauerte rund fünf Stunden  und es wurde kein bisschen langweilig, da die Qualität der Fahrräder sehr zu wünschen übrig ließ und  das Serviceteam alle Hände voll mit herausgesprungenen Ketten zu tun hatte. Als wir wieder in den Bus stiegen hatten wir noch eine 2-stündige Busfahrt bis nach Lisdonvarna vor uns. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Halt bei Burren, einer karstigen Küstenlandschaft. Aufgrund der unwirtlichen Temperatur war Schwimmen nicht möglich. In Lisdonvarna aßen wir in einem Pub zu Abend und schliefen in einem Youth Hostel.

irland 02


Am Tag darauf besuchten wir das Bunratty Schloss, auch dort hatten wir eine sehr interessante Führung. Wir mussten uns ganz schön anstrengen die irische Aussprache des Führers verstehen zu können. Das Schloss ist besonders für seine weitläufige Gartenanlage bekannt, in der an jeder Ecke interessante Objekte stehen. Nach diesem sehr ereignisreichen Tag kamen wir in Bray an, das für die nächsten paar Tage unser zu Hause werden sollte. Bei einem Parkplatz trafen wir auf unsere Gastfamilien, mit denen wir gleich mitfuhren. Den Abend verbrachten wir mit unseren Gastfamilien.
Am nächsten Morgen hieß es wieder früh aufstehen, denn wir mussten zur Schule gehen. Dort wurden wir  auf zwei Gruppen aufgeteilt; in die von Jim und in die von Linda, unsere beiden Sprachlehrer. Nach der Schule machten wir mit Jim einen Ausflug nach Dublin welcher mit einer kleinen Führung durch die Stadt begann. Nach der Stadtbesichtigung machten wir uns auf den Weg zu dem Kilmainham Gaol Gefängnis, das die Anführer des „Easter Rising“, einer Revolte gegen die Briten, beherbergte und wegen seiner 3 Grundsätze, Disziplin, Stille und Abgesondertheit, bekannt ist. Jeder Gefangene hatte seine eigene Zelle, es musste absolute Ruhe und Disziplin herrschen. Im Kilmainham Gaol hatten wir eine Führerin die alles sehr ausführlich erklärte. Wir besuchten den Exekutionsraum und sahen uns die Hinrichtungsstätten an. Wir verließen das Gefängnis mit zwiespältigen und teils beklemmenden Gefühlen. Am Abend kamen wir wieder mit dem Zug in Bray an und verabredeten uns sogleich zum Bowling in der Bray-Bowlinghalle.


Ein weiterer Busausflug führte uns nach Glendalough, einer historische Dorfanlage mit Kloster inmitten eines idyllischen Tales. Dort unternahmen wir nicht nur einen ausgedehnten Spaziergang sondern wurden auch durch die alten Gemäuer geführt. Der Führer war ein sehr humorvoller Mensch der die ganze Zeit darauf hinwies, dass sich seit 2000 Jahren fast nichts geändert hat. Allerdings hatte er eine fortgeschrittene Photophobie, denn er ließ sich weder fotografieren noch auf Video bannen; seine größte Sorge bestand darin auf youtube zu erscheinen.
Aber Irland ist nicht nur für seine „steinzeitlichen“ Bauten berühmt, sondern auch für den großen Durst der Bevölkerung bekannt. So durfte ein Besuch im Guinness-Storehaus, in Dublin, nicht fehlen. Dort lernten wir wie das berühmte Guinness-Bier hergestellt wird. Leider blieb alles nur graue Theorie, da es in Irland ein sehr strenges Alkoholverbot für Personen unter 18 Jahren gibt. Nach dem Besuch in dem Haus, das wie ein riesiges Bierglas aufgebaut ist,  hatten wir ca. 3 Stunden Zeit zum Shoppen; was vor allem bei der weiblichen Mehrheit der Klasse großen Anklang fand; auf die Bedürfnisse der männlichen Minderheit wurde keine Rücksicht genommen. Am Abend stand ein Theaterbesuch auf dem Programm.  Das Stück hieß „The Shawnshank Redemption“, das auf einem Buch des berühmten Autors Stephen King basiert. Dieses düstere Stück handelt von dem Ausbruch eines zu unrecht verurteilten Bankiers.

irland 06
Am letzten Tag gingen wir nach dem Unterricht  in das Dublinia, ein dreistöckiges Wikingermuseum. Am Abend besuchten wir ein echtes  Irisches Pub.  Irisches Bier hätte es zwar gegeben; der Konsum scheiterte aber an dem oben erwähnten Alkoholverbot.
Am Abreisetag hieß es um 3 Uhr(A.M.!!!) Tagwache da wir schon eine Stunde später bei unserer Sprachschule sein mussten, um zum Flughafen zu fahren. Unser Flug ging zwar erst um 7:30 aber die Überpünktlichkeit hatte ihren Sinn, da schon um 5:39 auf dem Dubliner Flughafen reger Verkehr herrscht. Glücklich und voll der gewonnenen Eindrücke landeten wir in Wien.
Wir danken Prof. Mikulcik und Prof. Gotsmy-Kraft  für die Organisation der Reise und die gemeinsame Zeit in Irland.
Vivian Mitterauer, 6A