FRANKREICH 6B&6C - 2010 (Korsika) Giovannini/Koch/Kulha/Thon

Dokumentation Projekt - Korsika der 6B&C Klasse vom 05-15. Mai 2010

Franzosen und Realisten der 6.Klassen verbrachten 10 Tage im sonnigen Korsika. Die Reise bestand aus einigen informativen Wanderungen, sowie sprachliche und geographische Erkundung der Region. Unter der Leitung von Prof. Giovannini wurden viele neue Eindrücke gewonnen und die Vielfalt der gebirgigen Insel erforscht.

(Felix Lang, Lisa Pospichal 6c)
 
Treffpunkt bei regnerischem Wetter in Siebenhirten, nach einer Reihe von Verzögerungen schließlich Abfahrt um 17:30. Um sich von den Strapazen des Schultages zu erholen, blieb die Busfahrt zunächst ereignislos, bis auf den Fahrerwechsel nach Graz. Darauf folgte eine fast schlaflose Nacht im Bus, quer durch Italien. Nach einem kurzen "power-napping" kamen wir in Livorno an, wo unsere Fähre um 8:15 nach Korsika auslief. Vier Stunden später saßen alle nach einer kurzweiligen Fahrt im Bus. Wir unterbrachen den Trip nach Bonifacio nur durch einen Spaziergang in einem kleinen Ort in der Region Castagniccia. An einem Zeltplatz in Bonifacio schlugen wir die Zelte auf und fielen, nach einem Rundgang und Abendessen in Bonifacio müde in die Luftmatratzen.

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Freitag 5.5. - Wir machten wir uns nach einem herzhaften Frühstück auf den Weg nach Bonifacio. Es folgte, zu unserem größten Vergnügen eine Bootsrundfahrt, wo wir unter anderem die Treppe von König Aragon (Escalier du Roi d'Aragon) bewunderten. Nach einer kleinen Erfrischung in der Stadt fuhren wir mit dem Bus weiter in das Alta Rocca Gebiet wo wir anschließend eine Torreanerfestung besichtigten. Im Anschluss daran erfrischten wir uns am Strand von Palombaggia. Am Abend aßen wir gemeinschaftlich Spaghetti am Campingplatz und erkundeten anschließend schwerpunktspezifisch Bonifacio bei Nacht.

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Samstag 6.5 - Der Tag startete mit dem allgemeinen Wecken, Frühstücken und Fertig machen. Um 10 Uhr begann unsere alpine Wanderung durch das südliche Zentralkorsika, genauer durch das Bavellamassiv, auch geographisch bekannt als korsische Dolomiten, bis zum Teufelsloch. Dort genossen wir die, trotz Nebel verschleierte Aussicht, die Atmosphäre auf 2200 Höhenmeter. Danach ging es ab nach Filitosa. Auf der Anreise machten wir einen 5 minütigen Stopp um ein Gelände zu bestaunen, dass vor ca 1 Jahr weitflächig einem Waldbrand zum Opfer fiel. Weiters war eine Fahrt nach Sarténe geplant, aber die Zeit lies es nicht zu und so hat es uns zum Abendessen in die wunderschöne Gegend von Porto Pollo verschlagen, wo wir in einer Pizzeria an der Küste unser Essen genossen. Von dort führte unser Weg über die Hafenstadt Propriano, an Sarténe vorbei, bis zu unserem Campingplatz Bonifacio, wo wir müde in unsere Zelte krochen. 

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Sonntag 7.5 - Offizielle Weckzeit heute 7:30 Uhr. Danach war, wie jeden Morgen, Zeit für die Körperpflege. Doch dann ging es nicht ans Frühstück, sondern ans Zelteabbauen, in welchen wir drei Tage lang genächtigt hatten. Als alle fertig waren, brachen wir um 9:00 Uhr in Richtung Sartene auf, welches wir um 10:00 Uhr erreichten. In der "korsischten aller korsischen Städte" hatten wir 1 1/2 Stunden Zeit unser Frühstück nachzuholen und die Stadt zu erkunden. Anschließend fuhren wir auf kurvenreicher Strecke durch eine außerordentlich bezaubernde Gegend zu den "cascades d'anglais" beim Vizzavona-Pass, welche wir nach einer halben Stunde Fußmarsch endgültig erreichten. Nach einer kleinen Uneinigkeit der Lehrer, wo wir nun wirklich rasten würden, kam der Entschluss, uns direkt bei den Wasserfällen niederzulassen. Nach 1 1/2 Stunden Sonne, architektonischer Aktivität (Dammbau) und Nahrungsaufnahme, ging es zurück zum Bus. Um 15:30 Uhr machten wir uns mit dem Bus auf, die 130km lange Strecke nach Calvi zu meistern. Auf dieser Fahrt entdeckten wir sogar eine alte Eisenbahnbrücke, welche von Gustave Eiffel erbaut worden war und immer noch in Betrieb ist. Sonniges Wetter begleitete uns die ganze Fahrt hindurch (abgesehen von drohenden Wolken über Corte), so dass man die wunderschöne korsische Landschaft genießen konnte. Um 17:35 Uhr erreichten wir den "Störrischen Esel" bei Calvi und bezogen die Bungalows. Dann gab es ein köstliches Abendessen und eine Reflexion der bisherigen Tage. Um 23:00 Uhr war offizielle Bettruhe.  

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Montag 10.5. - Die Mitte der Reise - beginnt um 9:00 Uhr mit der Abfahrt Richtung Cap Corse, dem nördlichsten Teil Korsikas. In Ostriconi wurde ein Stop bei einem wunderschönen Flussdelta eingelegt. Erklärungen zur altgriechischen Siedlung, zur umgebenden Landschaft und zur Entstehung des Flussdeltas sowie der Mangel an Badekleidung verhinderte das Baden. Um 12:45 Uhr erreichten wir dann unser Ziel, einen kleinen Ort bei Nonza, Marine d´Albo! Nach 2 stündigem Warten auf unser Mittagessen in einer kleinen Pizzeria konnten wir den Strand aufsuchen. Nach Erklärungen zu den Gesteinsformationen und Arbeitsaufgaben ging es ans Eingraben von Hr. Prof. Giovannini, darauf folgte eine geographische Lagebeschreibung von Hr. Prof. Thon. Um 17:00 Uhr erreichten wir unser nächstes Etappenziel Saint Florent. Dort wurde in nach Schwerpunkt getrennten Gruppen Land und Leute erkundet. Um 19:30 Uhr kamen wir dann nach langen kurvenreichen Straßen wieder zu Hause im Störrischen Esel an. Beim Abendessen wurde dann der 16. Geburtstag unseres lieben Pauli mit Schwarzwälderkirschtorte gefeiert. 

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Dienstag 11.5. - Um 9 Uhr trafen wir uns nach Klassen getrennt beim Bus und machten uns auf den Weg nach Calvi. Dort teilte sich die C-Klasse in 4 Gruppen, die sich nach Referatsthemen geordnet zusammen fanden. Von 10:15 bis 12:45 hatten wir die Aufgabe, die Inhalte der Referate in den jeweiligen Gruppen zusammenzufassen. Anschließend bekamen wir etwas Freizeit um uns ein Mittagessen zu kaufen und die Stadt zu besichtigen. Am Nachmittag trafen wir uns um 14:15 am Hafen und gingen zusammen zum Strand, wo wir unsere Referate präsentierten. Danach hatten wir etwas Zeit im Meer schwimmen zu gehen, bevor wir eine Katamaranfahrt unternahmen, die die 6B in der Zwischenzeit schon gemacht hatte. Nach dem Abendessen im Störrischen Esel hatten wir noch etwas Freizeit, um uns von diesem Tag zu erholen.

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Mittwoch 12.5. - Heute Morgen sind wir um 9:30 von unserem Quartier "Zum Störrischem Esel" abgefahren. Nach ungefähr 30 km sind wir im malerischen Küstenstädtchen Galeria angekommen. Ursprünglich wollten unsere Lehrer ein Boot mieten, welches uns entlang der wilden Felsküste (Nationalpark) nach Girolata bringen sollte - leider hatte das besagte Boot noch nicht die jährliche Sicherheitskontrolle. Deshalb fuhren wir direkt in das wunderschöne Fango-Tal. Dieses erreichten wir schließlich nach 7 km. Im Fango-Tal angekommen zogen wir unsere Wanderschuhe an und erkundeten das Flussbett. Auf großen Felsen hielten wir eine kurze Rast und wurden über Geologie und Erosionsvorgänge informiert. Mit neu erlangten Kräften wanderten wir zwei Stunden am Felsufer des Fango entlang. Endlich beim Bus angekommen, packten wir unser mitgebrachtes Essen aus und genossen dieses. Nach einer halbstündigen Pause gelangten wir zum Delta des Fango an der Küste des Mittelmeeres. Dort organisierten die Professoren einige Kajaks, mit denen wir zu zweit das Naturschutzgebiet erkundeten. Dieses Naturschutzgebiet zeichnet sich dadurch aus, dass es eines der 10 Biosphären unserer schönen Erde ist. Nach der Kajakfahrt konnten wir ins türkisblaue Meer schwimmen gehen. Bis 17:30 sonnten wir uns am Strand. Eine Stunde später erreichten wir unser Quartier. Dort gab es wie jeden Abend ein fantastisches Essen. Wir haben den Tag sehr genossen, welchen wir immer in bester Erinnerung behalten werden.

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Donnerstag 13.5. - Besichtigung der Stadt Corte (6B)
Um halb zehn machte wir uns zusammen mit unserem Bus auf den Weg in das Landesinnere. 20 Minuten nach Abfahrt trennten sich die beiden Klassen, um an diesem Tag den jeweiligen Schwergebieten nachzugehen. Die 6c begab sich auf eine Wanderung in die Balagne, wo eine Menge sehenswerter Dörfer in die Hügel eingebettet liegt. Die 6b fuhr die Hauptstrecke Richtung Ile Rousse weiter bis nach Corte. Dort wurden trotz der Regentropfen 3 schöne Stunden verbracht, während welchen das landangepasste Reden und Essen (in Form von Crepes) nicht vernachlässigt wurden. Auch die Eglise de l'Annonciation, die Haute Ville, der Place Gaffori und der Place Paoli blieben nicht unbesichtigt. Am Weg zurück zum Bus haben wir noch einen kleinen Abstecher zur korsischen Universität von Corte "Campus caraman" gemacht. Wieder alle im Bus vereint, kamen wir um halb fünf wieder in unserem Quartier an und verbrachten noch einen wundervollen Nachmittag am Strand und ließen uns am Abend im trauten Heim bei einem schmackhaften Grillabend und anschließendem Tiramisu verwöhnen. Was für ein Abschluss!

Wanderung durch die Balagne (6C)
Das erste Ziel unserer Wanderung war Aregno, ein kleines Dorf, in dem wir uns eine kleine pisanische Kirche angeschaut haben. Die Kirche ist aus mehrfarbigem Granit gemauert, jedoch konnten wir das Kircheninnere nicht besichtigen, weil sie gerade saniert wird. Anschließend wanderten wir in das Bergdorf Saint Antonino. Dort genossen einige von uns einen Cafe in der Sonne, bevor wir uns über einen Berg zu dem Kloster Couvent de Corbara begaben. Weil uns keiner der Brüder aufgemacht hat, gingen wir nur in die Kirche. Nach der kurzen Besinnung machten wir uns weiter auf den Weg nach Pigna. In dem Ort suchten wir dann nach einer Möglichkeit uns ein Mittagessen zu kaufen. Das erste Lokal das wir fanden, hatte eine der schönsten Ausblicke, die man in dem Dorf haben könnte. Es war aber mit uns so überfordert, dass wir alle aufs neue ausschwärmten um uns ein neues Restaurante zu suchen. Wir fanden zwar keines mit so schöner Aussicht, aber jeder von uns konnte eine korsische Spezialität zu sich nehmen und schon von Weiten konnten wir unseren türkisen Bus sehen, der uns dann wieder zu unseren Bungalows brachte.

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