Venosa: Teamgeist

Venosa ist kein…
 
Gregor S., Wasagym.
italienisches Dessert, aber auch nicht nur die Geburtsstadt des klassischen Dichters Horaz (Provinz Basilicata). Venosa 2010 ist: Teamgeist.
Alles begann im Zug der heurigen Latein- und Griechischolympiade an der AMS; arbeitsteilig sozusagen. Gäste kamen vom GRg Franklinstr.26 („F26“) und vom BG Wasag., die aus Termingründen unseren Latein-Olympiadekurs besuchten (und Griechisch – wir waren heuer die einzigen wienweit). Beim gemeinsamen Übersetzen des großen Epikers Vergil kam der Gedanke auf, mit seinem kongenialen Zeitgenossen Horaz fortzusetzen – im Rahmen des 24. internationalen Horaz-Übersetzungsbewerbs in Venosa eben. Es kam die Wiener Landesolympiade –
Klaus W., AMS
Teilnehmer in Griechisch: Klaus Winhofer 1. wienweit, Thomas Bartl (BG9) 3. Also hatte sich Klaus für die Bundesolympiade qualifiziert und verbrachte eine Woche in Gurk (Knt.), während inzwischen der Klausurbewerb der „9th international Competition for Ancient Greek“ näherrückte (zu dem Klaus W. nicht mehr startberechtigt war – da er ihn letztes Jahr für Österreich gewonnen hatte). Thomas Bartl nahm zusammen mit Anna Exenberger (8A AMS) teil, Ergebnisse stehen noch aus. Und da es wärmer wurde, war es an der Zeit für die Fahrt nach Italien. Teilnehmer: Klaus Winhofer AMS, Andreas Chmielowski F26 (Betreuer: Prof. V.Streicher), Thomas Bartl und Gregor Schöffberger –der terminlich an der Teilnahme an den inländischen Olympiade-Bewerben verhindert war- für das BG9 Wasag. (Begleitlehrer: Prof. G.Streicher).
Programm: ein halber Tag Rom, verregnet, daher Besuch in den sehr sehenswerten (Fresken, spätantik!) Priscilla-Katakomben und im Rundgrab der Hl. Constantia. Bustransfer nach Venosa –fünfstündig-, Erschöpfung, Hotel, Abendessen, Vorbereitungsschlaf. Am darauffolgenden Freitag 7.5. dann der Klausurbewerb –
Thomas B., Wasagym.
sechsstündig-, für die Gäste aus dem nicht-italienischsprachigen Ausland gab’s die Ode 2,6 über Freundschaft, gemeinsame Feldzüge und ein Zuhause im augusteischen Italien, mit dem es nichts aufnehmen kann; außer der Gegend vielleicht, in der wir uns gerade aufhielten. Zur Entspannung noch ein Stadtspaziergang durch die liebenswerte Kleinstadt Venosa mit ihren mittelalterlichen Kirchen, Dom und Festung, und zum abendlichen Ausklang eine wirklich gelungene Konzertdarbietung des lokalen „Liceo Oraziano“ mit Horaz-Adaptionen, Klassik und zuletzt Jazz. Ein engagiertes Gymnasium!
Der Samstag, der den Korrektoren den Vergleich von 210 italienischen und 16 ausländischen Kandidaten bescherte, war einer bildungsträchtigen Exkursion –lokaler Schulbus!- in die Stauferstadt Melfi gewidmet, die sich gerade auf eine Mittelalter-Darbietung vorbereitete; Besuch im Burgmuseum, und per Autostopp noch rasch zur Catacombe di Santa Margherita, einem mit seltenen Fresken gezierten Weltkulturerbe der besonderen Art – die Basilicata hat eben immer wieder etwas Besonderes zu bieten. Für Sonntag stand die Siegerehrung an, dann Heimfahrt nebst kurzem Abendspaziergang in der Ewigen
Andreas C., F26
Stadt, bevor wir wieder den Nachtzug Richtung Norden besteigen sollten – das war das Programm.
Am Bewerb hatten heuer Gäste aus 5 Nationen teilgenommen, die Hälfte davon Wiener: AMS (mit F26), BG9 Wasag., BG 8 Piaristen, G4 Wiedner und Popper (2 Kandidaten, 1 Begleitlehrer je Schule); außerdem Kontingente aus Belgien, Kroatien, Rumänien, Bulgarien. Den Sieg in der Gästeklasse erntete Rumänien (Übersetzung in französischer Sprache, da nur 5 Zielsprachen zum Bewerb zugelassen sind). Herzliche Gratulation! Fast schon war die Spannung draußen – da tönte es durchs Mikrophon: „menzione onorevola“, ehrenvolle Erwähnung nebst Sachpreisen und Diplom für den Zweiten, für Gregor Schöffberger vom Wasagymnasium! Herzliche Gratulation auch nochmals ans Wasagymnasium zu diesem Erfolg, und alles in allem eine beachtliche Saison-Bilanz für „das Team“: Klaus W. AMS bei der Bundesolympiade, Gregor S. Wasag. Zweiter in Venosa.
Horaz, V.Streicher, Th.Bartl, K.Winhofer, G.Schöffberger, A.Chmielowski, G.Streicher
Das Ergebnis des int. Griechischbewerbs (Anna E. AMS, Thomas Bartl Wasag.) steht noch aus. Was uns alle verbindet? Mit Latein und Griechisch würden wir bis ans Ende der Welt gehen, oder um mit Horaz zu sprechen: „mit dem Freund bis ins ferne Gades“ (Ode 2,6 – der Prüfungstext eben).
Prof. V.&G.Streicher, AMS & Wasagym.