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Theater: "Tschitti-tschitti-bäng-bäng"

... oder "Die AMS geht in die Luft"

Fotos von der Premiere (noch kein link) und weitere Fotos! (noch kein link)

 

Als besonders aufwändiger Film mit Spezialeffekten war Ian Flemings Musical "Tschitti-tschitti-bäng-bäng" vor geraumer Zeit ein Welterfolg. Die vom Regisseur Prof. Michael Lauda gestraffte und auf unser Schultheater hervorragend adaptierte Fassung mit dem Untertitel "Die AMS geht in die Luft" war in der kleinen Welt der AMS ebenso erfolgreich. An die hundert (!) Personen. hatten an der Entstehung und Aufführung mitgewirkt, erstmals auch viele Kinder der dritten und vierten Klassen unserer Volksschule. Es war also ein schulübergreifendes Projekt, das mit einem sensationellen Besucherstrom gebührend gewürdigt wurde. Selbst Laudas Beifall gewohnte Theatergruppe kam aus dem Staunen und der Freude nicht heraus, als ihre Vorstellungen ständig ausverkauft waren. Ein neuer Besucherrekord mit mehr als 1500 Gästen gibt Anlass zu Jubel, gibt Anstoß zum Weitermachen, verpflichtet zu einem hohen Qualitätsstandard.

Der Erfolg hatte natürlich mehrere Väter und Mütter. Verantwortlich für Buch, Bauten und Regie zeichnete Prof. Lauda und konnte wie immer sich selbst und die Mitwirkenden zu Höchstleistungen motivieren. Für die mitreißende musikalische Gestaltung des Abends sorgte OStR.Dr. Elmar Gipperich. Er hatte den umfangreichen Klavierauszug für das Theaterorchester perfekt arrangiert, hatte die Gesangsnummern einstudiert, die Instrumentalisten angeworben, die Orchesterproben geleitet, und begleitete alle Vorstellungen selbst am Klavier. Ihm zur Seite stand ein bewährtes und von vielen Schulkonzerten bekanntes Team, bestehend aus unserem vielversprechenden Klarinettisten Sylvester Perschler (4.a-Klasse), den routinierten Pianisten Maximilian Guth und Michael Mischkot (beide 6.a-Klasse) und den treuen Absolventen Wolfgang und Georg Edlbacher (Bass und Schlagzeug). Als Regieassistentin zog Ariana Reisacher (8.a) souverän die Fäden im Hintergrund. Das Bühnenbild war das Werk vieler fleissiger Hände aus der 2.a, 2.c und 4.b-Klasse, geleitet von Mag. Reinhold Egerth. Das fliegende Wunderauto mit der Nummer "AMS-1" kreierte Prof. Lauda in handwerklicher Perfektion, für die bunten chemischen Effekte der Zuckerlfabrik sorgte Prof. Dr. Manfred Kerschbaumer. Dekoration, Kostüme und Masken stammten wieder von Frau Elisabeth Lauda, die ganz uneigennützig und mit viel Liebe unendlich viel Arbeit in diese Requisiten gesteckt hatte. Die Choreographie der mitreißenden Tanzszenen besorgte Frau Prof. Michaela Stockinger, Beleuchtung und Bühnentechnik lagen in den bewährten Händen von Schülerinnen und Schülern der 2.b, 4.b, 5.a sowie bei Dominik Hurnaus (7.c). Das exakte Zusammenspiel aller demonstrierte einen ausgeprägten Teamgeist und bewundernswerten Idealismus. Ihre Vorarbeiten und Begleitung legten den Grundstein für herausragende Leistungen zahlreicher Schauspielerinnen und Schauspieler.

In der männlichen Hauptrolle des zerstreuten Erfinders Karaktakus Potts zog Kilian Klapper (8.a) alle Register seiner schauspielerischen Begabung. In der schwierigen weiblichen Hauptrolle der Truly spielte, sang und tanzte Elisabeth Olischar, 5.a (bzw. Stefanie Leitzinger, 8.c) und überzeugte in den Nuancen zwischen kratzbürstiger Tochter eines schwerreichen Lords Scrumptious (mit köstlicher Ironie dargestellt von Alexander Bayer, 7.c) und anmutiger, liebevoller Begleiterin. Besonders hinreißend und stürmisch akklamiert war ihre Darstellung einer mechanischen tanzenden und singenden Puppe. Eine grandiose schauspielerische Leistung boten Johannes Kirchner, 1.b (bzw. Benedikt Bauer, 3.a) und Christine Binder. 2.a (Sophie Schweighofer, 2.b), welche die beiden Kinder von Karaktakus so natürlich und berührend darstellten, als wären sie auf der Bühne geboren. Den leicht vertrottelten Vater des Karaktakus gab Lukas Sustala (7.c) mit souveränem Einfühlungsvermögen. Gänsehaut und größte Heiterkeit zugleich erregten Florian Sturtzel als Baron Bomburst und Ariana Reisinger als seine hysterische, kinderhassende Frau, die eine schrullige Grausamkeit darstellten und mit dem Lied "Meine kleine Putzimaus" umwerfende Komik demonstrierten. Für das lustige Element sorgten Robert Watzek und Ulrich Kulhanek (beide 4.b) als tollpatschige Karikaturen von zwei Spionen, die mit ihrer umwerfend komischen Darstellung sowohl durch ihre Körpersprache als auch ihren Gesang das Publikum zu Lachstürmen bewegten. Ebensolches gelang auch den köstlichen Wichteln Tobias, Valentin, Christoph, Dominik, Philipp, Paul, Stephan und Maximilian aus der 1.a, 1.b und 2.c mit ihrem Wichtelstepp.

Bereits bei der Premiere war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt, ging das Publikum von der ersten Minute an begeistert mit und bedankte sich mit frenetischem Beifall für die musikalischen, schauspielerischen und tänzerischen Darbietungen. Es war ein absoluter Höhepunkt, ein wahrer Glanzpunkt im Wiener Schultheater.

Dr. Herwig Schlögl